Pontevedra – Caldas de Reis

Der Weg nach Caldas de Reis begann sehr spät. Ich konnte ganz schlecht schlafen, Dinge wie PAS Entfremdung und über WhatsApp geschriebene Sachen beschäftigten mich die ganze Nacht so sehr, dass ich keinen Schlaf gefunden habe. Morgens um 9 Uhr saß ich dann endlich am Frühstückstisch. Von Aufbruch gegen 9.40 Uhr keine Spur, hatte mich dann ca. eine Stunde mit zwei netten Damen aus Köln festgequatscht. Nun denn, so begann ich erst, gegen 10.40 Uhr los zu laufen. Es regnete ganz ordentlich, sodass ich auf meine Regenutensilien zurück greifen musste. Nach zwei Stunden klarte das Wetter auf und konnte mich zumindest von der Regenjacke und Hose verabschieden. Es war ein strammer Marsch. Noch von der Familienpizza des Vorabends gesättigt, verzichtete ich auf ein Mittagessen, gönnte mir unterwegs lediglich ein bißchen Obst „to go“, sprich ein Kilo Kirschen, eine Banane und Mirabellen von einem Verkaufsstand am Straßenrand. Der Weg führte anfangs überwiegend durch Waldgebiet, später über Feldwege, im Ganzen ein Naturerlebnis auf flacher Strecke. Nach gut sechs Stunden erreichte ich nach einem Dauermarsch (was ich als sehr befreiend empfand) das Ziel. Schnell noch meine Mutter angerufen und zum Muttertag gratuliert, lief ich weiter und musste nach gut drei Kilometern, ich stand mitten im Nichts, feststellen, dass ich in Caldas de Reis bereits war. Mein Navi hat mich auf eine falsche Fährte geführt. Inzwischen fragte die Kleene schon, ob ich angekommen wäre. Wir telefonierten den ganzen Rückweg, eine halbe Stunde, es waren drei Kilometer, bis ich freudig verkünden konnte, den Ort wieder erreicht zu haben. Schnell noch eine Herberge aufgesucht, geduscht, etwas gegessen, es gab Beef-Steak mit einer ordentlichen Portion Salat und hingelegt. Irgendwie bin ich ganz schnell eingeschlafen, sodass ich jetzt mitten in der Nacht dazu komme, diesen Blog zu schreiben. So dann, das nächste Ziel ist das 16,6 Kilometer entfernte Padrón, Santiago de Compostela rückt immer näher. Nach dem heutigen Fußmarsch über 29 Kilometer eine gute Strecke.

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