37Am 17.06.2020 war es endlich soweit. Wir starteten mit unserem Kleincamper Richtung Schwerin zum dortigen Campingplatz "Süduferperle" direkt am Schweriner See gelegen. Zwei Nächte waren gebucht, sodass wir mit dem Rad am ersten Tag die Stadt Schwerin erkunden konnten. Das Schweriner Schloss und die Innenstadt nebst Pfaffenteich standen auf dem Plan. Ein Abstecher zu Onkel Peter ins Bootshaus war freilich ein echtes Muss. Schön auch meinen Großonkel Karl-Hermann aus Rostock wieder gesehen zu haben. ;) 360° Bild vom Bootshaus und 360° Bild vom Bootsanleger. Nach einer kurzen Segeltour zum Schweriner Schloß und zurück mussten wir uns leider wieder verabschieden, da unser nächstes Ziel, das Ostseebad Rerik zum dortigen Campingpark Rerik auf dem Plan stand. Das Wetter war leider nicht unser bester Freund. Zwei Tage waren gebucht... Zwei Tage Regen durchweg. Wir machten das Beste daraus, waren viel mit dem Fahrrad unterwegs, unter anderem nach Kühlungsborn und mit dem Molli nach Bad Doberan. Es ging weiter, mit nassen Campingsachen im Gepäck auf die Insel Rügen zum Fährhafen Sassnitz, Ziel Rønne auf Bornholm. Die Überfahrt dauerte etwa 3,5 Stunden, an Bord gönnten wir uns ein reichhaltiges Frühstück und genossen die weitere Überfahrt im Ruheraum. In Rønne angekommen, kurzer Check des dänischen Militärs bzgl. Buchungsbestätigung für mind. 7 Tage (Corona lässt grüßen) und weiter nach Svaneke zum Campingplatz "Hullehavn Camping". Das Wetter war wieder traumhaft schön. Vom Campingplatz aus erkundeten wir in den darauffolgenden Tagen mit dem Fahrrad die Insel. Von Svaneke aus fuhren wir bspw. nach Allinge und bestaunten dort eine der größeren Rundkirchen der Insel, die Sankt-Ols-Kirche. Der Ort Gudhjem lud auf dem Weg zum längeren Verweilen ein. Eine weitere Sehenswürdigkeit, die Burg Hammershus, einer der größten zusammenhängenden Burgruinen-Komplexe Nordeuropas, im Norden der Insel gelegen, erreichten wir mit dem Fahrrad und dem Bus. 360° Bild der Burganlage. Auf dem Rückweg zu Fuß Richtung Alling, fanden wir die Felsritzungen von Madsebakke bei Allinge-Sandvig. Die Bootszeichnungen stammen aus der nordischen Bronzezeit (1800–500 v. Chr.). Sehr interessant. Einige Plätzchen in und um Svaneke luden während unseres Auffenthaltes auf der Insel zum Verweilen ein, darunter ein kleiner Strand, direkt beim Campingplatz und die weiße Mühle im Fischerdörfchen Årsdale. Am letzten Tag unseres Inselaufenthaltes machten wir uns mit dem Rad auf zum Strand Dueodde ganz im Süden gelegen. Dieser kilometerlange Strand besticht besonders mit seinem feinen Sand, den Dünen und einem Leuchtturm an der Südspitze. Auf dem Weg von Svaneke nach Dueodde machten wir noch einen Zwischenstopp in Nexø, der zweitgrößten Stadt Bornholms. Ein weiteres Highlight entdeckten wir zufällig auf dem Weg zum Strand kurz hinter Nexø. Der Bornholmertarnet, ein Abhörturm aus dem Kalten Krieg. Leider war der Fahrstuhl defekt, sodass ein Blick über die Insel leider ausfallen musste. Eine Ausstellung über die Geschichte des Turms ist dort integriert, selbst eine MIG-15 gehört zum Ausstellungsstück. Sicher sehr lohnenswert. Am 27.06.2020 ging es wieder zurück. Den Caddy früh am Morgen gepackt und weiter zur Fähre nach Rønne. Nach gut 3 Stunden erreichten wir an den Kreidefelsen vorbei, den Fähranleger Sassnitz auf Rügen. Am alten Hafen in Sassnitz gönnten wir uns leckere Fischbrötchen und fuhren weiter nach Sellin zur Pension Störtebeker, in der wir eine Nacht verbracht haben. Am Nachmittag suchten wir mit dem Rad eine Skykneipe auf und schauten Bremen gegen Köln sowie ein bisch´n Union und machten anschließend noch einem kurzen Abstecher zur Selliner Seebrücke. Am nächsten Tag sollte es wieder nach Hause gehen. Doch leider hatten wir vergessen, die Kühlbox im Camper über Nacht abzuschalten, sodass eine leere Batterie eine Weiterfahrt unmöglich machte. Nach gut 1,5 Stunden konnte uns der ADAC dann helfen und es ging weiter. Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Abstecher zur KdF-Anlage in Prora nebst Museumsbesuch. Am Abend erreichten wir wieder unser zu Hause. ;)