Caminho Portugues (2018)

32399360 1741502855928874 966106215530627072 n

Und so endet mein Weg, der Jakobsweg, Caminho Portugues. An 11 Tagen 240 Kilometer zu Fuß die Region Galicien von Portugal nach Spanien mit 9 Kilo Gepäck am Rücken durchwandert und mich gut geerdet. Habe viele nette Menschen kennengelernt und weiß, dass mich viele Menschen virtuell, auf FB, über WA und hier auf meinem Blog begleitet haben. Sage dafür Danke, muchas gracias!

Heute noch einen Tag in Santiago verbracht. Schließe jetzt das Kapitel, das Notizbuch, den Pilgerpass und Reiseführer.

Hier geht´s zum Blog des Caminho Portugues

20180514 135201 1612x907

Letzte Nacht ganz schlecht geschlafen, wachte ich erst gegen 8 Uhr auf. Da der Weg heute nicht so weit war, ließ ich mir viel Zeit mit dem Packen meiner Utensilien. Gegen 9.30 Uhr begab ich mich nach dem Frühstück, es gab zwei große Keffee und Toast mit Käse, auf den Weg. Er führte mich durch viel Waldgebiet, später durch Feldwege. Die ersten drei Kilometer kannte ich ja bereits bestens von meinem gestrigen Malör mit dem Navi. In Valga gönnte ich mir eine Cola, Kaffee und Sandwich. Weiter ging es über den Fluß Ulla, an dem die Römer eine Brücke und einen Hafen anlegten. Im Örtchen Herbón noch eine kleine Trinkpause an der Klosterkirche und weiter, bis ich gegen 14.30 Uhr die schöne Stadt Padrón erreichte. Die heutige Suche nach einer geeigneten Unterkunft für die kommende Nacht war ein absoluter Volltreffer. Die Pension Jardin direkt am schön angelegten Stadtpark ist ein absoluter Hingucker. Sehr stilvoll mit alten Möbeln hergerichtet, erkennt man die Liebe zum Detail. ❤ Hier läßt es sich sehr gut gehen. Morgen geht es weiter ins 24 Kilometer entfernte Santiago de Compostela. Das Wetter soll wieder schön werden. 

--> Zur Collage vom Tag

20180515 175711 2016x1134

Die letzte Etappe begann nach einem super Frühstück im Restaurant Galega um 9.30 Uhr. Zum Abschied umarmte mich der Gastwirt mit den Worten, Boan Campino. Sehr gut geschlafen und voller Vorfreude verlief die sehr ebene Strecke durch ländlich geprägte Ortschaften, teils durch kleine schmale Gassen und kurz vor dem Ziel etwas bergauf durch meist bewaldetes Gebiet. Eine längere Pause gönnte ich mir an der Kapelle de Santa Maria Magdalena in Ames. Leider war mein Vorrat an Trinkwasser ausgegangen, sodass ich tatsächlich noch zwei Kilometer vor dem Ziel, der Kathedrale von Santiago, nichts irdischeres als einen Lidl Laden aufgesucht habe, um mich mit zwei Fantas zu stärken. Es ging durch die Stadt, gelbe Pfeile waren kaum noch zu sehen. Durch eine enge Fußgängerzone erreichte ich dann den großen Platz, auf dem Pilger aus aller Welt sich versammeln, sich freudestrahlend in den Armen liegen und sich ausruhen. Das Ausruhen tat ich ihnen nach, ließ die ausgefallene Stimmung auf mich wirken und genoß einfach das schöne Wetter, den Anblick der Kathedrale und die feiernden Menschen um mich herum. 

Unbeschreiblich

--> Zur Collage vom Tag

20180513 145526 1296x729

Der Weg nach Caldas de Reis begann sehr spät. Ich konnte ganz schlecht schlafen, Dinge wie PAS Entfremdung und über WhatsApp geschriebene Sachen beschäftigten mich die ganze Nacht so sehr, dass ich keinen Schlaf gefunden habe. Morgens um 9 Uhr saß ich dann endlich am Frühstückstisch. Von Aufbruch gegen 9.40 Uhr keine Spur, hatte mich dann ca. eine Stunde mit zwei netten Damen aus Köln festgequatscht. Nun denn, so begann ich erst, gegen 10.40 Uhr los zu laufen. Es regnete ganz ordentlich, sodass ich auf meine Regenutensilien zurück greifen musste. Nach zwei Stunden klarte das Wetter auf und konnte mich zumindest von der Regenjacke und Hose verabschieden. Es war ein strammer Marsch. Noch von der Familienpizza des Vorabends gesättigt, verzichtete ich auf ein Mittagessen, gönnte mir unterwegs lediglich ein bißchen Obst "to go", sprich ein Kilo Kirschen, eine Banane und Mirabellen von einem Verkaufsstand am Straßenrand. Der Weg führte anfangs überwiegend durch Waldgebiet, später über Feldwege, im Ganzen ein Naturerlebnis auf flacher Strecke. Nach gut sechs Stunden erreichte ich nach einem Dauermarsch (was ich als sehr befreiend empfand) das Ziel. Schnell noch meine Mutter angerufen und zum Muttertag gratuliert, lief ich weiter und musste nach gut drei Kilometern, ich stand mitten im Nichts, feststellen, dass ich in Caldas de Reis bereits war. Mein Navi hat mich auf eine falsche Fährte geführt. Inzwischen fragte die Kleene schon, ob ich angekommen wäre. Wir telefonierten den ganzen Rückweg, eine halbe Stunde, es waren drei Kilometer, bis ich freudig verkünden konnte, den Ort wieder erreicht zu haben. Schnell noch eine Herberge aufgesucht, geduscht, etwas gegessen, es gab Beef-Steak mit einer ordentlichen Portion Salat und hingelegt. Irgendwie bin ich ganz schnell eingeschlafen, sodass ich jetzt mitten in der Nacht dazu komme, diesen Blog zu schreiben. So dann, das nächste Ziel ist das 16,6 Kilometer entfernte Padrón, Santiago de Compostela rückt immer näher. Nach dem heutigen Fußmarsch über 29 Kilometer eine gute Strecke. 

--> Zur Collage vom Tag

Moin! Ich nutze Cookies auf meiner Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Du kannst selbst entscheiden, ob Du die Cookies zulassen möchtest. Bitte beachte, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.