Caminho Portugues (2018)

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Und so endet mein Weg, der Jakobsweg, Caminho Portugues. An 11 Tagen 240 Kilometer zu Fuß die Region Galicien von Portugal nach Spanien mit 9 Kilo Gepäck am Rücken durchwandert und mich gut geerdet. Habe viele nette Menschen kennengelernt und weiß, dass mich viele Menschen virtuell, auf FB, über WA und hier auf meinem Blog begleitet haben. Sage dafür Danke, muchas gracias!

Heute noch einen Tag in Santiago verbracht. Schließe jetzt das Kapitel, das Notizbuch, den Pilgerpass und Reiseführer.

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Die letzte Etappe begann nach einem super Frühstück im Restaurant Galega um 9.30 Uhr. Zum Abschied umarmte mich der Gastwirt mit den Worten, Boan Campino. Sehr gut geschlafen und voller Vorfreude verlief die sehr ebene Strecke durch ländlich geprägte Ortschaften, teils durch kleine schmale Gassen und kurz vor dem Ziel etwas bergauf durch meist bewaldetes Gebiet. Eine längere Pause gönnte ich mir an der Kapelle de Santa Maria Magdalena in Ames. Leider war mein Vorrat an Trinkwasser ausgegangen, sodass ich tatsächlich noch zwei Kilometer vor dem Ziel, der Kathedrale von Santiago, nichts irdischeres als einen Lidl Laden aufgesucht habe, um mich mit zwei Fantas zu stärken. Es ging durch die Stadt, gelbe Pfeile waren kaum noch zu sehen. Durch eine enge Fußgängerzone erreichte ich dann den großen Platz, auf dem Pilger aus aller Welt sich versammeln, sich freudestrahlend in den Armen liegen und sich ausruhen. Das Ausruhen tat ich ihnen nach, ließ die ausgefallene Stimmung auf mich wirken und genoß einfach das schöne Wetter, den Anblick der Kathedrale und die feiernden Menschen um mich herum. 

Unbeschreiblich

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Letzte Nacht ganz schlecht geschlafen, wachte ich erst gegen 8 Uhr auf. Da der Weg heute nicht so weit war, ließ ich mir viel Zeit mit dem Packen meiner Utensilien. Gegen 9.30 Uhr begab ich mich nach dem Frühstück, es gab zwei große Keffee und Toast mit Käse, auf den Weg. Er führte mich durch viel Waldgebiet, später durch Feldwege. Die ersten drei Kilometer kannte ich ja bereits bestens von meinem gestrigen Malör mit dem Navi. ? In Valga gönnte ich mir eine Cola, Kaffee und Sandwich. Weiter ging es über den Fluß Ulla, an dem die Römer eine Brücke und einen Hafen anlegten. Im Örtchen Herbón noch eine kleine Trinkpause an der Klosterkirche und weiter, bis ich gegen 14.30 Uhr die schöne Stadt Padrón erreichte. Die heutige Suche nach einer geeigneten Unterkunft für die kommende Nacht war ein absoluter Volltreffer. Die Pension Jardin direkt am schön angelegten Stadtpark ist ein absoluter Hingucker. Sehr stilvoll mit alten Möbeln hergerichtet, erkennt man die Liebe zum Detail. ❤ Hier läßt es sich sehr gut gehen. Morgen geht es weiter ins 24 Kilometer entfernte Santiago de Compostela. Das Wetter soll wieder schön werden. 

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Der Weg nach Caldas de Reis begann sehr spät. Ich konnte ganz schlecht schlafen, Dinge wie PAS Entfremdung und über WhatsApp geschriebene Sachen beschäftigten mich die ganze Nacht so sehr, dass ich keinen Schlaf gefunden habe. Morgens um 9 Uhr saß ich dann endlich am Frühstückstisch. Von Aufbruch gegen 9.40 Uhr keine Spur, hatte mich dann ca. eine Stunde mit zwei netten Damen aus Köln festgequatscht. Nun denn, so begann ich erst, gegen 10.40 Uhr los zu laufen. Es regnete ganz ordentlich, sodass ich auf meine Regenutensilien zurück greifen musste. Nach zwei Stunden klarte das Wetter auf und konnte mich zumindest von der Regenjacke und Hose verabschieden. Es war ein strammer Marsch. Noch von der Familienpizza des Vorabends gesättigt, verzichtete ich auf ein Mittagessen, gönnte mir unterwegs lediglich ein bißchen Obst "to go", sprich ein Kilo Kirschen, eine Banane und Mirabellen von einem Verkaufsstand am Straßenrand. Der Weg führte anfangs überwiegend durch Waldgebiet, später über Feldwege, im Ganzen ein Naturerlebnis auf flacher Strecke. Nach gut sechs Stunden erreichte ich nach einem Dauermarsch (was ich als sehr befreiend empfand) das Ziel. Schnell noch meine Mutter angerufen und zum Muttertag gratuliert, lief ich weiter und musste nach gut drei Kilometern, ich stand mitten im Nichts, feststellen, dass ich in Caldas de Reis bereits war. Mein Navi hat mich auf eine falsche Fährte geführt. Inzwischen fragte die Kleene schon, ob ich angekommen wäre. Wir telefonierten den ganzen Rückweg, eine halbe Stunde, es waren drei Kilometer, bis ich freudig verkünden konnte, den Ort wieder erreicht zu haben. Schnell noch eine Herberge aufgesucht, geduscht, etwas gegessen, es gab Beef-Steak mit einer ordentlichen Portion Salat und hingelegt. Irgendwie bin ich ganz schnell eingeschlafen, sodass ich jetzt mitten in der Nacht dazu komme, diesen Blog zu schreiben. So dann, das nächste Ziel ist das 16,6 Kilometer entfernte Padrón, Santiago de Compostela rückt immer näher. Nach dem heutigen Fußmarsch über 29 Kilometer eine gute Strecke. 

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Gestartet um 9.30 Uhr machte ich mich auf den Weg nach Pontevedra. Doch wie gelange ich wieder auf den Jakobsweg? Kein gelber Pfeil weit und breit. Nach dem Frühstück, ein Kaffee und frittierte Gebäckstangen, ging es mit GPS-Unterstützung in die richtige Richtung. Eine ältere Dame versuchte mir auf spanisch den Weg zu erklären. Nach zehn Minuten war ich tatsächlich wieder auf dem Weg. Er führte heute über eine sagenhaft schöne Landschaft über ländliche Wegstrecken. Mein bisheriger Favorit. Die schöne Aussicht auf das Wasser des Rio de Vivo war schon grandios. In der Stadt Arcade verloren wir uns, also der Weg und ich. Hatte irgendwie eine Abzweigung verpasst, navigiert daher wieder mit Unterstützung in die richtige Richtung, es ging steil bergauf und siehe da, ein gelber Pfeil am Ende der Straße. Musste für dieses Dilemma ca. zwei Kilometer Umweg in Kauf nehmen. Etwa eine Stunde vor dem Ziel gönnte ich mir eine kurze Pause, füllte meine 1,5 Liter Trinkblase an einer Frischwasserstelle auf, aß ein paar Kekse und zwei Pfirsiche und erreichte gegen 15 Uhr die Stadt Pontevedra. Zeitlich gibt es hier die Sommerzeit, liege daher keine Stunde mehr zurück. Habe mich heute quasi im Dauermarsch bewegt, da ich das letzte Spiel des HSV noch sehen wollte. Schnell ein günstiges 1 Sterne Hotel mit WiFi und zwei Biere besorgt und via Stream die Spiele verfolgt. Auf das Ende der Partie und den Fortbestand in Liga 1 möchte ich hier nicht eingehen. Sch...e. Abends eine Pizzeria aufgesucht, blöderweise eine Familienpizza versehentlich bestellt und nun völlig fertig im Bett. Das Wetter spielte heute richtig gut mit. Kein einziger Schauer. Jetzt regnet es wieder und hoffe, dass das Wetter morgen wieder mitspielt. Es geht dann ins 23 Kilometer entfernte Caldas de Reis. 

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Die Strecke nach Redondela verlief heute anfangs permanent nach oben. Nach dem Frühstück, ein Breakfast american mit Pfannkuchen, Speck und Ei, startete ich gegen 8 Uhr. Vom Wetter her war es heute kühl und bewölkt. Ein paar Tropfen habe ich abbekommen, musste daher das erste Mal auf meine Regenausrüstung zurück greifen. Die schöne Landschaft und Abgeschiedenheit entschädigt allemal. Nach gut drei Stunden habe ich heute meine erste Pause eingelegt. Es gab Calaramis, Steak und Fritten. Nach gut fünf Stunden erreichte ich das Ziel nach ca. 16 Kilometern und habe gleich eine sehr gute Herberge gefunden. Nachmittags gab es noch einen Rießenhamburger mit Beef, Salat und Tomate. Jetzt regnet es gerade ganz ordentlich. Morgen geht es weiter nach Pontevedra. Der Regen soll zwar noch bis Samstag anhalten, hoffe mal, dass etwas weniger morgen herunter prasselt. ;) 

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Die heutige Route führte mich durch das malerische Galicien auf spanischer Seite. Die Dichte der Bars und die Zahl der Pilger nehmen langsam zu. Es gibt einen alten und einen neuen Jacobsweg. Ich habe mich bewusst für den alten Weg entschieden, musste aber feststellen, dass dieser etwas länger ist. Da viele Pilger von Tui starten, nahm auch die Anzahl der Pilger auf dem alten Weg wieder ab, ich war praktisch wieder allein. Kurz vor 7 Uhr startete ich im schönen Valenca und kam mit etwas Verspätung in Porinno gegen 16 Uhr an. Die Suche nach einer Unterkunft gestaltete sich schwierig, da viele Pilger inzwischen unterwegs sind. Auf dem Weg kehrte ich in der Bar Laguna ein, wo ich das Pärchen aus Graz von meiner ersten Nacht in Vilarinho wieder traf. Ich gönnte mir zwei große "Pilger"Biere der Marke Mahou und genoß die Sonne, die Landschaft und die Menschen. Der Weg war heute sehr flach. Morgen geht es weiter nach Redondela. 

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Heute erreichte ich mit nur einem Zwischenstopp die Stadt Valenca nach gut sechs Stunden. Unterwegs gönnte ich mir gut sechs Kilometer vor dem Ziel eine kurze Pause, füllte Trinkwasser nach und unterhielt mich gut eine Stunde mit zwei Holländerinnen. Der Tag startete mit einem Frühstück, zwei Sandwiches und zwei große Tassen Kaffee direkt in Rubiaes. Von Schlaf konnte letzte Nacht keine Rede sein. Habe den 40er Schlafsaal gegen 2 Uhr verlassen, gönnte mir zwei heiße Schokoladen aus dem Automaten, nahm meinen Schlafsack und legte mich nach draußen auf eine Gartenliege. Mindestens zehn Dauerschnarcher raubten mir den Schlaf. Um 6 Uhr dann aufgestanden, Zähneputzen, Sachen zusammen packen, frühstücken und los. In Valenca angekommen, gab es im Restaurant Delicias do Minho gegrillten Fisch mit Suppe. Bleibe bis Himmelfahrt in Valenca auf portugiesischem Boden. Habe in das 1 Sterne Hotel Val Flores inkl. Frühstück eingecheckt. Jetzt heißt es ausschlafen und morgen die Stadt erkunden und den Füßen eine kurze Pause gönnen. Bis dahin, Euer Eric.

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Die vierte Etappe ist absolviert. Gestartet in Ponte de Lima um 9.40 Uhr erreichte ich das Ziel Rubiães in etwa 6,5 Stunden. Die Tour führte größtenteils durch bewaldetes Gebiet, Balsam für die Füße. Ab dem achten Kilometer ging es steil bergauf. Über ausgetrocknete Flußbetten erkämpfte ich jeden Meter über steiniges Geröll. Auf vier Kilometer kamen 300 Höhenmeter hinzu. Ein Eldorado für Alpinläufer. Eine Siesta habe ich mir heute erspart, da ich relativ spät vom Hotel los gelaufen bin und ein anständiges internationales Frühstück in Ponte de Lima eingenommen habe. Meinen Füßen geht es gut, übernachtet wird heute in der Albergue de Peregrinos für 5,- Euro + 1,- Euro für's Bettlagen. Gegessen habe ich gegrilltes Hähnchenfilet mit Suppe und Salat im Restaurant Bom Retiro in Rubiāes. Morgen geht es weiter nach Valenca do Minho, letzter Ort in Portugal. :)

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Die Strecke von Barcelos nach Ponte de Lima ist geschafft. Es war am Ende ein Marathon. Heute Morgen aus der Pilgerunterkunft um 6.40 Uhr gestartet, erreichte ich das Ziel um 18.20 Uhr. Gleich Check-in im Hotel Império do Norte. Endlich Wäsche mit Rei waschen, äh mich waschen und ja, ausschlafen äh, durchschlafen. Daran war letzte Nacht nicht zu denken. Ein, wirklich nur ein Schnarcher raubte mir den Schlaf. Das waren die Radfahrer, die gestern Abend noch dazu gestoßen waren. Waren aber sonst ganz nett, kamen aus Portugal, einer war Deutscher und fahren den Caminho Portugues mit dem Rad. Auf fast halber Strecke kamen sie heute von hinten und begrüßten mich ganz freundlich. Mussten bestimmt ausschlafen die Radfahrer. Dafür habe ich heute nach gut 5 Kilometern ein nettes Café aufgesucht und zwei Tassen Kaffee, Tosta Mista und Gebäck (Liebesknochen) genossen. Das Ganze für 7,10 Euro. Das Café hieß Café Central. Nach 21 Kilometern gab es Sandwich mit Heineken für 3,10 Euro, dass mitten im Weingebiet. Diese Etappe war der Kracher. Fast 12 Stunden unterwegs, Weinanbau und Kopfsteinpflaster, teils aus Römerzeit. Ich bevorzuge eindeutig sandigen Boden. Ansonsten fühle ich mich mental sehr gut, die zu leidenden Körperteile, sprich Füße, Muskeln, Knochen und alle anderen zu funktionierenden Teile eines Pilgers, frage ich jetzt nicht nach dem Wohlbefinden. Jetzt gönne ich mir erstmal einen ruhigen Schlaf. Vorhin gab es noch ein Super Hamburger mit Sausages und Ei, dazu zwei"Pilger"Biere. Morgen geht es nach dem Frühstück weiter nach Rubiaes.

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